
„Man könnte meinen, ein Alchemist habe ein Dutzend Menschlein in einen Destillator gestopft und über kleiner Flamme sieden lassen…..
…Das Ergebnis des Experiments ist ein Kammerorchester namens In.Zeit- Ensemble, und dessen Musik kann sich hören lassen: eine genüssliche Essenz aus moderner Tonsprache und Jazz, mäandernd zwischen Freiräumen und festen Arrangements mit stimulierenden Grooves als Bindemittel“
(Auszug aus Kerstin Krämers Kritik in der Saarbrücker Zeitung vom 2.12.2024)
link zur kompletten Kritik
Beim Programm COMPOSERS UNITED stammen alle Kompositionen aus dem Ensemble selbst. Fünf Mitglieder des Ensembles haben jeweils ein Stück geschrieben. Alle kennen sich gut und die Komponist*innen hatten die Möglichkeit auf individuelle Besonderheiten ihrer Mitspieler*innen einzugehen.
Das verspricht eine sehr eng verzahnte und authentische Musik.
das schreiben die Komponist*innen über ihre Stücke
„fitting“ (wollie kaiser)
der ursprüngliche titel der komposition lautet „fitting like a glove“ („passend wie ein handschuh“) und bezieht sich auf eine metapher aus einem roman von charles bukowski.
es geht um die „verzahnung“ mehrerer musikalischer ebenen, die sich wie ein mosaik zu einem „passenden“ gesamtbild zusammenfügen.
„Szene und lebendige, relative Distanz im Bereich der Unendlichkeit“ (Daniel Prätzlich)
Im Stück finden drei Arten des improvisierenden Spiels ihren Platz:
Eine Improvisation über einen Groove, eine über Akkordprogressionen und eine Riff-Puls-Improvisation. Der Titel ist ein langes „Wortspiel“, in dem es um die Positionierung und die Sichtweise der bewussten Wesen im Universum geht. Es geht um sichtbare Phänomene im Leben und deren tatsächliche relative Bedeutung, zeitlich und lokal bezogen mit Verweis auf den Standpunkt für alle Naturen.
„Drips II“ (Stefan Scheib)
Ich liebe den Klang von Regen: die unregelmäßige Rhythmik mehrerer Tropfen, die auf unterschiedlichen Untergründen auftreffen ebenso wie die Gleichmäßigkeit eines einzelnen Tropfens, wenn man sich auf diesen konzentriert.
Die Instrumente in Drips betten sich in eine solche verregnete Landschaft ein, imitieren sie, improvisieren dazu und gehen zu guter letzt eigene Wege.
“Spiral” (Kaori Nomura)
Die Basis meiner Komposition “Spiral“ besteht aus einzelnen Ton- und Harmoniefragmenten, welche ich aus zahlreichen Songs meines japanischen Lieblingssängers entnommen und zu einem neuen Thema verarbeitet habe. Nach Fertigstellung fiel mir auf, dass mich die Struktur meiner Komposition an die Bewegung einer Spirale erinnert: Eine Folge aus 20 Tönen tritt immer wieder in unterschiedlicher Gestalt – hinsichtlich Variation, Intensität, Instrumentation – auf und bewegt sich spiralförmig im Kreis.
„Sketch“ (Vincent Pinn)
Sketch“ ist eine musikalische Skizze, die eine komödiantische Szene beschreibt. Jeder Abschnitt des Stücks repräsentiert eine Facette des kreativen Umgangs mit der Skizze, verarbeitet diese und lässt wiederum neue entstehen.